Märchen öffnen Herzen
Vorträge

Sinn und Wesen des Märchens

♥  Märchen in unserer Zeit – ist das nicht ein Paradox? Ein Sich-Entfernen von der Wirklichkeit?

Das mag die oberflächliche Betrachtung des Märchens ergeben, aber schon der Begriff „Märe“, der in dem Wort Märchen enthalten ist, gibt uns Aufschluss über die Bedeutung: Es bringt uns eine Kunde, eine Botschaft, will uns etwas Wichtiges mitteilen. Das Märchen ist aus der Freude des Menschen zu erzählen und zu fabulieren entstanden. Es diente zum Festhalten und Formulieren wichtiger Ereignisse und Entwicklungen im Leben des Menschen, aber auch zur Unterhaltung, wobei man „Unterhaltung“ im wortwörtlichen Sinn versteht: Es diente wirklich zum Unterhalt der seelisch-moralischen Bildung des jungen Menschen.

Jede Kultur hat ihre Märchen, wobei immer wieder Verknüpfungen zwischen den einzelnen Volksmärchen zu finden sind. Dies sind die Urbilder (archetypische Symbole) die bei allen Völkern der Erde zu allen Zeiten in ihrem Kern dieselben sind. Deshalb bewahrheitet sich der Schlusssatz vieler Märchen immer wieder: „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute!“ Altes Wissen und daraus resultierend: Weisheit, wird in die Gegenwart durch das Erzählen geholt und kann neu betrachtet werden. Und es kann passieren, dass ein Märchen, im richtigen Moment gehört oder gelesen, zum Schlüssel für das eigene Leben werden kann


 Die Frau im Märchen

♥   Eigentlich müsste es heißen „Die Frauen im Märchen“, denn von vielerlei Frauengestalten erzählen uns die alten Volksmärchen aus aller Welt. Ihre Geschichten erscheinen uns oft fantastisch, ja unmöglich, solange wir sie vom Verstandesbewusstsein her betrachten. Doch seltsamer Weise geht von ihnen eine Wirkung aus, die wesentlich tiefer gehen kann, die uns bewegt und berührt.

Da wird von Schicksalsfrauen (Muttergottheiten, Große Mutter) erzählt, von Erlöserinnen (starke, liebesfähige Frauen), von Kämpferinnen und Heldenjungfrauen, die oft neben sich die helfende Frau, die weise Alte haben. Die Gestalt der Hexe und Zauberin verkörpert die dunkle Seite der Frau, die abgetrennt von der lichten Seite ihr Unwesen treibt. Nicht vergessen dürfen wir die Klugen und die Listigen, die sich auf ihren Mutterwitz und ihre Schläue verlassen und das Leben mit eigener Kraft meistern.

Was können wir nun mit diesen Geschichten anfangen? Was sagen sie uns Erwachsenen? Märchen sprechen eine fast vergessene Sprache: Sie zeigen Seelenbilder auf, ähnlich Traum-Bildern. Es sind verschlüsselte Botschaften, die manchmal spontan zu einer Erkenntnis führen können, viel öfters aber wirken sie wie ein „Langzeitmittel“, das erst so nach und nach seine Wirkung preisgibt. Auf jeden Fall ist es spannend, sich darauf einzulassen und zu erleben, was das Märchen „mit einem machen kann“, wenn man sein Herz dafür öffnet.

Dieser Vortrag erklärt und behandelt eine Auswahl der verschiedenen Frauentypen im Märchen und wird von drei passenden Märchen ergänzt. In dieser Form dauert er ca. 1 Stunde ohne Pause. Eine Variante wäre, den Vortrag rein auf der Sachebenen abzuhandeln, also ohne Märchen-Beispiele und nach einer Pause einen „gemütlichen“ Märchenteil anzuhängen, sozusagen zum Entspannen. In dieser Form würde er ca. 1 ¾ Stunden (incl. Pause) dauern.


 Dies alles ist Weihnachten!
Gedanken und Geschichten rund um Weihnachten
♥   Weihnachten – ein Zauberwort? Ein Wort jedenfalls, das bei jedem Menschen Erinnerungen, Erwartungen und Vorstellungen hervorruft. Weihnachten kann man auf sehr verschiedene Arten feiern und erleben. Viele Geschichten und Bräuche ranken sich um dieses Fest. Damit wollen wir uns an diesem Abend in einem stimmungsvollen Ambiente auf unterhaltsame Weise befassen..

Mitwirkende: Brigitta Sattler (Texte) und Sonja Sattler (Flöte).


 Mein Freund, der Baum
♥   Der Baum ist eines der bedeutendsten Symbole. Er wird oft mit dem Menschen verglichen: Er steht aufrecht wie ein Mensch, wächst, blüht, trägt Früchte und verliert sie, vergeht. Er ist in den Rhythmus der Jahreszeiten eingebunden. Durch seine Langlebigkeit kann er Generationen begleiten. Er bietet Schutz für Mensch und Tier. Er verbindet das Unten (Wurzeln) mit dem Oben (Krone) und weist damit über sich hinaus, wie jedes Symbol, das verinnerlicht wird.
In vielfältiger Weise wollen wir das Wesen des Baumes beleuchten (Volksgut, Poesie, Märchen, Mythen,Sachwissen) und einen unterhaltsam/informativ gestalteten Abend präsentieren.

Mitwirkende: Brigitta Sattler und Sigrid Kandler, Texte; Frauke Aldag, Musik


 „Die Ros’ ist ohn warumb“
♥  So viele DichterInnen haben die Rose besungen und mit unzähligen Worten versucht, das Wesen der Rose zu erfassen, das außerordentlich vielfältig erscheint. Sie gilt als Sinnbild für die keusche, aber auch sinnliche Liebe, für Werden und Vergehen, für Lebensfreude und Weltschmerz und noch viel mehr…
Wir haben Texte und Gedichte über die Rose gesammelt – es ist ein wunderschöner, bunter Rosenstrauß geworden, den wir Ihnen heute Abend überreichen möchten. Umwunden wird er mit Flötenmusik.

Mitwirkende: Brigitta Sattler & Sigrid Kandler: Texte; Sonja Sattler: Musik


Frauenbriefe aus verschiedenen Jahrhunderten

♥  "Briefe liebe ich, für Briefe lebe ich." Wer kann das heute noch von sich sagen? In unserer E-Mail-Welt werden "echte", handgeschriebene Briefe mittlerweile zu Raritäten. Jedoch: Ganz aussterben wird diese individuelle Mitteilungsform nicht, vor allem, wenn es darum geht, jemandem seine Liebe zu gestehen. Es ist einfach etwas völlig anderes, wohlgeformte Gedanken handschriftlich auf ausgewähltes Briefpapier zu bringen als über eine nüchterne Computertastatur.

In diesem Vortrag wurden Frauenbriefe aus verschiedenen Jahrhunderten vorgestellt. Es sind Kostbarkeiten, aus denen man das "Herzblut" herausspürt, mit dem sie geschrieben wurden.

Musikalische Begleitung durch Sonja Sattler, Flöten.


Dies alles ist Muttertag

♥  Muttertag - ein Stresswort? Ein Wort, das bei vielen Menschen Vorstellungen, Erwartungen oder vielleicht sogar Druck auslöst. Aber wer hat den Muttertag überhaupt "erfunden"? Ist Muttertag noch zeitgemäß und wie hat sich das Bild der Mutter von gestern auf heute verändert?

Aus informativ/unterhaltsamen Blickwinkeln möchten wir für Sie dieses "geschäftige" Thema beleuchten. Schön wäre es, wenn Sie eigene Erinnerungen an Muttertag in Wort und/oder Bild mitbringen könnten, als Sie selbst noch Kind waren.

Mitwirkende: Sigrid Kandler und Brigitta Sattler, Texte; Sonja Sattler, Musik